Bayerische Schiedsrichter beim SR-Stützpunkt am DFB-Campus
Am 21. Oktober fand am DFB-Campus in Frankfurt der Stützpunktlehrgang für Schiedsrichter der DFB-Nachwuchsligen statt. Dabei stand für die Unparteiischen neben der fachlichen Weiterbildung insbesondere die Analyse aktueller Spielszenen und die Weiterentwicklung der eigenen Spielleitungsqualität im Fokus. Auch das Thema Kommunikation via Headset war ein wesentlicher Themenbaustein.
Nach dem Mittagessen eröffnete DFB-Lehrwart Lutz Wagner den Lehrgang. Im Anschluss widmete er sich unter dem Schwerpunkt „Aktualität“ ausgewählten Szenen aus der Champions League, der Bundesliga und weiteren Ligen. Anhand dieser Beispiele vermittelte er Botschaften für die Spielleitung und ging auf aktuelle Entwicklungen im Profifußball ein.
Danach teilten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen auf, die sich im Wechsel mit den Schwerpunkten Spielanalyse sowie Kommunikation beschäftigten. Im obligatorischen Konformitätstest mussten 15 Videoszenen bewertet werden. Die bayerischen Teilnehmer erzielten dabei 28 bis 30 Punkten.
Bei der Spielanalyse mit Volkmar Fischer und Marc Waldbach stand das emotional geführte WM-Spiel zwischen Frankreich und Paraguay im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden spielentscheidende Szenen aufgearbeitet und mögliche Fehlerquellen herausgearbeitet, um die Unparteiischen für vergleichbare Situationen zu sensibilisieren. Dabei ging es unter anderem um ein vorausschauendes Spielmanagement, den Umgang mit Schlüsselspielern wie Mbappé sowie die Bedeutung einer konstant hohen Konzentration.
Parallel dazu beleuchtete Patrick Nahstoll das Thema Kommunikation aus einer systematischen und rationalen Perspektive. Durch seinen beruflichen Hintergrund als Pilot konnte er dabei spannende Parallelen zwischen der Kommunikation im Cockpit und der Zusammenarbeit im Schiedsrichterteam aufzeigen. Anhand von Spielszenen aus den deutschen Profiligen wurde insbesondere die Kommunikation über das Headset detailliert analysiert. Dabei wurden sowohl gelungene als auch verbesserungswürdige Beispiele herausgearbeitet und konkrete Ansätze zur Verbesserung der eigenen Spielleitung aufgezeigt. Nach einer gemeinsamen Kaffeepause wechselten die Gruppen ihre Schwerpunkte, sodass alle Teilnehmer beide Themenbereiche bearbeiten konnten.
Zum Abschluss fasste Lutz Wagner die zentralen Inhalte des Tages zusammen und gab weitere Hinweise für die kommenden Spiele. Neben den fachlichen Inhalten kam auch der Austausch unter den Kollegen nicht zu kurz. Sowohl beim gemeinsamen Mittagessen als auch in den Pausen bot sich ausreichend Gelegenheit um ins Gespräch zu kommen. Ein herzlicher Dank gilt Lutz Wagner und dem gesamten Team für die Organisation und die Gestaltung des abwechslungsreichen Lehrgangs!
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