Arbeitstagung setzt Impulse für die Zukunft der Schiedsrichter
Die Obleute der bayerischen Schiedsrichtergruppen (GSO), die Bezirks-Schiedsrichterobmänner (BSO), die Kreis-Schiedsrichterobmänner (KSO) sowie erstmals auch die Lehrwarte der Schiedsrichtergruppen (GLW) haben sich gemeinsam mit dem Verbands-Schiedsrichterausschuss (VSA) unter Leitung von Verbands-Schiedsrichterobmann Sven Laumer in Bad Gögging zu ihrer jährlichen Arbeitstagung getroffen. Bei der zweitägigen Veranstaltung standen vor allem die BFV-Respekt-Kampagne, der Kinder- und Jugendschutz, die Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung der Aus- und Fortbildung im Schiedsrichterwesen im Fokus.
Klare Haltung im Rahmen der BFV-Respekt-Kampagne
Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildete die BFV-Respekt-Kampagne. Im Rahmen der Tagung setzte sich der Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Dr. Ludwig Spaenle, in seinem Vortrag „Rote Karte gegen Antisemitismus“ mit den Herausforderungen von Antisemitismus und Diskriminierung auseinander und zeigte auf, welche Verantwortung der Sport bei der Förderung eines respektvollen Miteinanders trägt.
Gerade Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter übernehmen auf und neben dem Platz eine zentrale Rolle als Vermittler von Fairness, Respekt und den gemeinsamen Werten des Fußballs. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema verdeutlichte die Bedeutung eines klaren Bekenntnisses zu Toleranz und gegenseitiger Wertschätzung im Fußball.
Darüber hinaus informierten weitere Fachvorträge über aktuelle Entwicklungen im Schiedsrichterwesen. Auf dem Programm standen unter anderem die Nutzung von Microsoft Teams als modernes Werkzeug für Kommunikation und Zusammenarbeit sowie aktuelle Maßnahmen zum Kinder- und Jugendschutz im BFV-Schiedsrichterbereich.
Ehrenabend würdigt langjähriges Engagement
Ein besonderer Höhepunkt der Tagung war der Ehrenabend am Samstag. Nach einem Impulsvortrag von BFV-Präsident Christoph Kern rückten zahlreiche langjährige Schiedsrichterfunktionäre in den Mittelpunkt.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden Funktionäre verabschiedet, die den bayerischen Schiedsrichterfußball über viele Jahre hinweg mit großem Engagement geprägt und unterstützt haben. Mit den Ehrungen würdigte der Verband den langjährigen Einsatz für die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Bayern sowie deren Verdienste um die Weiterentwicklung des Schiedsrichterbereichs.
„Es ist immer wieder bewegend zu sehen, mit wie viel Herzblut sich unsere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter über Jahrzehnte ehrenamtlich engagieren. Der Ehrenabend im Rahmen unserer GSO-Tagung ist eine schöne Gelegenheit, diesen Einsatz zu würdigen und Danke zu sagen für den jahrzehntelangen Einsatz für unsere Schiris. Hinter jeder Ehrung stehen Menschen, die unseren Fußball prägen und Gemeinschaft tragen“, erklärte Verbands-Schiedsrichter-Obmann Sven Laumer.
Austausch zu Digitalisierung und neuer Schiedsrichterordnung
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der fachlichen Weiterentwicklung und des Erfahrungsaustauschs. Während die Lehrwarte der Schiedsrichtergruppen eine eigene Fortbildung absolvierten, arbeiteten die GSO, BSO und KSO in verschiedenen Arbeitsgruppen an aktuellen Themen für die bayerischen Unparteiischen.
Steffen Rößler vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) stellte den Lehrwarten die Möglichkeiten der digitalen Lernplattform Edubreak vor. Dabei wurden zahlreiche Anwendungsfelder für die Aus- und Fortbildung von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern aufgezeigt und diskutiert.
Parallel dazu beschäftigten sich die Obleute in Workshops mit der neuen Schiedsrichterordnung, den Weiterentwicklungen rund um SpielPlus und weiteren Digitalisierungsvorhaben sowie dem VSA-Online-Update. Künftig sollen die Schiedsrichtergruppen dort verstärkt Best-Practice-Beispiele miteinander teilen. Neben der Vermittlung aktueller Informationen stand insbesondere der direkte Austausch über Herausforderungen und Lösungsansätze im Mittelpunkt.
Aktuelle Verbandsthemen zum Abschluss
Den Abschluss der zweitägigen Tagung bildete ein Vortrag von BFV-Vizepräsident Robert Schraudner. Er informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen und zentrale Zukunftsthemen im Bayerischen Fußball-Verband.
Die Arbeitstagung bot damit erneut eine wichtige Plattform für Information, Weiterbildung und persönlichen Austausch. Durch die erstmalige Einbindung der Lehrwarte konnten zudem weitere zentrale Akteure des bayerischen Schiedsrichterbereichs unmittelbar in die Diskussionen und die gemeinsame Weiterentwicklung eingebunden werden.
„Die Arbeitstagung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch für die Weiterentwicklung unserer Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Von den Themen Respekt und Kinder- und Jugendschutz über die Digitalisierung bis hin zur Aus- und Fortbildung haben wir gemeinsam wichtige Impulse für die Zukunft gesetzt. Besonders gefreut hat mich die erstmalige Einbindung unserer Lehrwarte, die den fachlichen Austausch zusätzlich bereichert hat. Mit vielen neuen Ideen, wertvollen Erkenntnissen und einem starken Gemeinschaftsgefühl gehen wir nun gemeinsam die nächsten Aufgaben an“, erklärte Verbands-Schiedsrichterobmann Sven Laumer.
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